Gabriele

  • Ausbildung zur Theatermalerin an der Landesbühne Ulm
  • Theatermalerin an der Bayrischen Staatsoper München
  • Freiberufliche Tätigkeit seit 1990

Sonstige Projekte

  • Maibaumschilder für z.B. Gemeinde Hattenhofen,
    Albershausen, Ottenbach, Ebersbach, Ebersbach-Suplach.

 


Auf wünsch auch aus Italien...

Meistens steht Gabriela Braig-Erben meterhoch am Gerüst und zaubert Idylle pur an Hauswänden, verschönert Gaststätten oder private Räume. Auch in den Barbarossa-Thermen setzte sie ganz neue Akzente. 

Weil Göppingen nun mal nicht in mediterranen Gefilden liegt, holen wir das Flair einer römischen Landschaft zumindest bildlich gesehen einfach zu uns, dachten sich seinerzeit die Verantwortlichen der Barbarossa Thermen. Bereits 2004 entstand im Schlaf- und Ruheraum des Wellnessbereichs ein realistischer Einblick in eine längst vergangene Epoche. Die Malerei mit mittelalterlichen Motiven einer römischen Landschaft gefiel den „Staufern“ so gut, dass Gabriela Braig-Erben im letzten Jahr nochmals mit Pinsel und Farben anrückte. Das Thema wiederholt sich jetzt gleichermaßen im Innenhof sowie am Eingang zum Gesundheitspark. „Ist noch ein Plätzchen frei“, möchte man am liebsten die Schöne fragen, die ganz selbstvergessen aufs Meer blickt und dabei ihre Seele baumeln lässt. „So etwas nennt man Illusionsmalerei“, erklärt die Künstlerin, die oftmals in großer Höhe stehend, gebückt, im Sitzen oder gar liegend stets voll konzentriert die Arbeit verrichtet. Am liebsten sind ihr dabei Tiermotive in allen Variationen. Neben einem äußerst realistisch wirkenden Fell ist der intensive Blick des Lebewesens jedes Mal eine echte Herausforderung. Die Augen sollen den Betrachter aus jeder Perspektive gewissermaßen direkt anschauen. Allerdings war es bis zu dieser Perfektion ein langer Weg, wenngleich ihr Talent bereits als Schulkind nicht nur Lob, sondern auch so manche Vergünstigung einbrachte. „Weil ich immer schön, sauber und dazu noch schnell malen konnte, musste ich am Freitagnachmittag nie zum Zeichenunterricht“, lacht die Hattenhoferin. Bis zur Fachhochschulreife „pinselte“ sie sich immer besser durchs Leben und schnell wurde der begabten jungen Frau klar, dass es unbedingt ein kreativer Beruf sein musste. Schließlich erhielt sie als erster weiblicher Lehrling in der bis dato geltenden Männerdomäne eine 3 1/2–jährige Ausbildungsstelle zur Theatermalerin am Ulmer Theater. „Obwohl ich viel auf mich selbst gestellt war, weil es seinerzeit noch keine staatliche Schule dafür gab, war es für mich wie ein Sechser im Lotto“, erinnert sich die 49-jährige gerne zurück. Mit expressionistischen Werken bestand sie Anfang der Achtziger erfolgreich ihre Abschlussprüfung in Berlin und wertete danach dank zwei Semestern „Bühnenbildstudium“ ihren Wissensstand auf. Während ihrer langjährigen Tätigkeit an der Münchner Staatsoper wurde die Malerin enorm gefordert und sie lernte obendrein etliche Kniffe und Trick aus diesem Metier. Mit Ehemann Gunther sowie den nachfolgenden zwei Kindern folgte augenblicklich nicht nur die Liebe, sondern ein Umzug ins Schwabenland verbunden mit anfänglicher Auszeit ihres künstlerischen Schaffens. Aufgrund des idyllischen Wandbilds am eigenen Haus, kamen zwischen Erziehung und Küche kontinuierlich neue Aufträge hinzu. Dabei erinnert sie sich an eine lustige Geschichte vor Jahren zurück. „Durch Zufall kam mir später zu Ohren, dass ein von mir mediterran gestaltetes Badezimmer bei einer Kundin, angeblich von einer bekannten Malerin aus der Toskana stammen würde“, lacht die bodenständige Künstlerin. „Egal, wenn es für die Auftraggeber besser klingt, wohne ich halt in Italien. Hauptsache ich kann jetzt wo die Kinder fast erwachsen sind, wieder so richtig durchstarten. Je größer das Motiv desto lieber“, betont Gabriela Braig-Erben und verkündet dabei, dass sie sich zudem auf keine Stilrichtung festgelegt habe und der Kunde aus über 1000 Exemplaren auswählen kann.